Im Notfall: Notruf 112. Bei Verdacht auf Schlaganfall, Herzinfarkt, Atemnot,
Bewusstlosigkeit oder schwerer Blutung sofort anrufen und dranbleiben – die Leitstelle führt durch das
Gespräch. Für dringende, aber nicht lebensbedrohliche Fälle außerhalb der Sprechzeiten:
116 117.
Das eigentliche Risiko bei einem Sturz ist nicht der Sturz –
es ist die Zeit, bis jemand Hilfe holt. Wir erklären, welche Notrufsysteme es gibt,
worin sie sich unterscheiden und welche Fragen vor einem Vertrag geklärt sein sollten.
Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und
ersetzen keine ärztliche oder pflegerische Beratung. Auskünfte zur Kostenübernahme
gibt deine Pflegekasse verbindlich; unabhängige Beratung bieten die Pflegestützpunkte kostenlos an.
So arbeiten wir: Wir haben diese Systeme nicht selbst über längere Zeit im Einsatz
getestet. Unsere Einordnung beruht auf Anbieterangaben, geltenden Regelungen und öffentlich einsehbaren
Erfahrungsberichten. Mit * markierte Links sind Affiliate-Links. Als Amazon-Partner
verdienen wir an qualifizierten Verkäufen; für dich ändert sich der Preis nicht.
Wonach suchst du?
Hausnotruf
Funktion, Anbieter, Pflegekasse.
Mobile Systeme
Sicherheit auch außer Haus.
Sturzerkennung
Was die Technik erkennt – und was nicht.
Für Angehörige
Gespräch führen, Notfallordner anlegen.
Ratgeber
Notrufablauf und FAQ.
Die eine Frage, die über alles entscheidet
Wohin geht der Notruf?
An eine rund um die Uhr besetzte Zentrale – dann meldet sich ein Mensch, und es wird
auch gehandelt, wenn niemand antwortet. Das kostet eine monatliche Gebühr.
Oder an hinterlegte private Nummern – dann hilft es nur, wenn jemand abnimmt und
handeln kann. Günstiger, aber nachts, im Urlaub oder bei einem Notfall in der Familie läuft der Ruf
ins Leere.
Beides kann richtig sein. Entscheidend ist, es bewusst zu wählen – nicht erst im Ernstfall zu merken,
welche Variante man hat.
Drei Punkte, die im Prospekt selten stehen
1. Die Schlüsselfrage
Wenn die Tür verschlossen ist und niemand öffnen kann, muss die Feuerwehr aufbrechen – das kostet
Minuten und Geld. Ein Schlüsseltresor oder ein hinterlegter Schlüssel gehört deshalb zur Einrichtung
dazu und sollte vor Vertragsabschluss geklärt sein.
2. Der Sender muss getragen werden
Ein Gerät, das nachts auf dem Nachttisch liegt, hilft beim Sturz im Bad nicht. Wasserfeste Sender,
die auch beim Duschen getragen werden können, lösen genau das – das Bad ist der häufigste Sturzort.
3. Sturzerkennung ist ein Netz, keine Garantie
Harte Stürze erkennt die Automatik gut. Langsames Zusammensacken und Stürze aus dem Sitzen häufig
nicht – und das sind typische Sturzarten im Alter. Die Taste bleibt das primäre Mittel.
Unsere meistgelesenen Ratgeber
- Anbieter vergleichen
– zehn Fragen, die im Ernstfall zählen. - Hausnotruf und Pflegekasse
– was übernommen wird und wie der Antrag läuft. - Das Gespräch mit den Eltern
– warum abgelehnt wird und was hilft. - Notfallordner anlegen
– inklusive Notfalldose im Kühlschrank. - Was im Notfall passiert
– der Ablauf, den niemand auswendig können muss.
Warum du uns glauben kannst – und wo nicht
Wir sind eine kleine Redaktion, kein Anbieter von Notrufsystemen und keine Pflegeberatung.
Wir werten Anbieterangaben und geltende Regelungen aus und ordnen sie verständlich ein.
Weil sich Tarife, Leistungen und Pflegekassen-Konditionen laufend ändern, nennen wir bewusst keine
Beträge – die verbindliche Auskunft kommt von der Pflegekasse und vom jeweiligen Anbieter.
Was wir nicht tun: Anbieter bewerten, die wir nicht kennen, Testsiegel erfinden oder ein Gerät als
Sicherheit verkaufen, die es nicht bieten kann. Bei einem System, auf das sich jemand im Notfall
verlässt, wäre das besonders fehl am Platz.